Wenn Win7 bockt: Inkompatible Anwendungen
Microsoft hat bereits bekanntgegeben, dass bestimmte Anwendungen unter Windows 7 nicht mehr laufen werden. Infoworld-Blogger Randall C. Kennedy, bekennender Vista-Verächter (und doch kein Windows-Feind…), hat bereits kurz nach der Verteilung der PDC-Testversion ein paar Inkompatible ausgemacht: So verweigern die Daemon-Tools unter dem neuen System ihren Dienst, so dass er nun alternativ – wie übrigens ich schon seit längerem – Virtual Clone Drive einsetzt. Auch Vmware Workstation 6.5 lief bei ihm nicht mehr, Probleme machte außerdem Skype 3.8. Ich halte zwar Kennedys Kritik angesichts des Vor-Betastadiums für überzogen, aber hilfreich sind seine Hinweise allemal.
Ich habe auch schon einige Inkompatibilitäten ausgemacht, an dieser Stelle beschränke ich mich mal auf einfache Anwendungen, die nicht mehr laufen:
-Speedfan (zählt vermutlich zu der von Microsoft genannten Risikogruppe systemnaher Tools)
-Windows Movie Maker 2.6 (Seltsam. Wäre wahrscheinlich kompatibel, aber der Installer verweigert wegen unpassender Systemversion die Installation)
Ich werde weiter sammeln, halte mich aber angesichts des frühen Stadiums der Testphase mit Kommentaren zurück.
Windows 7 belegt auch weniger Plattenplatz
Auf dem Microsoft-Entwicklerblog für Windows 7 erklärt ein neuer Beitrag sehr ausführlich, mit welchen Maßnahmen der Datenumfang des Betriebssystems auf der Festplatte reduziert werden soll. Erklärtes Ziel ist, unter der Marke von Windows Vista zu bleiben. Fazit des langen Textes:
In conclusion, as we develop Windows 7 it’s likely that the system footprint will be smaller than Windows Vista with the engineering efforts across the team which should allow for greater flexibility in system designs by PC manufacturers. We will do so with more attention to defaults, more control available to OEMs, end-users and IT pros, and will do so without compromising the reliability and robustness of Windows overall.
Angetestet: Windows 7 auf Samsung-Netbook NC10
Vista gilt als lahm – deshalb verkaufen fast alle Netbook-Hersteller ihre günstigen Mini-Laptops mit Windows XP. Microsoft möchte sich diesen Markt natürlich nicht entgehen lassen und hat schon auf der PDC 2008 verkündet, dass Windows 7 deutlich schlanker sein und problemlos auf Netbooks laufen soll.
Am Montag hatte ich auf der Xtopia in Berlin die Gelegenheit, mich davon selbst zu überzeugen. Daniel Melanchthon, “Technical Evangelist” bei Microsoft Deutschland, zeigte mir auf seinem nagelneuen Samsung-Netbook NC10 (hier im PC-Welt-Test) die aktuelle Windows-7-Alphatestversion 6801.
Der erste Eindruck war positiv: Tatsächlich läuft alles sehr flüssig, die Prozessorauslastung bewegt sich im niedrigen Bereich, so dass noch genügend Luft für weiteren Anwendungsballast sein dürfte. Man darf also gespannt sein, ob die Netbook-Anbieter im nächsten Jahr auf den Windows-7-Zug aufspringen werden. Gerüchten zufolge sorgen die Lizenzkosten noch für erheblichen Diskussionsstoff zwischen Microsoft und den OEMs.
Windows 7 Desktop-News (4): Sidebar weg, Gadgets frei positionierbar
25 Jahre Windows(-Ankündigung)
Wired hat gestern dran gedacht: Am 10.11.1983 kündigte Bill Gates in New York erstmals öffentlich an, dass Windows der kommende grafische Aufsatz für das kryptische DOS sein werde. Geplant war Windows 1.0 für den November 1984, doch tatsächlich erschien es erst 1985 – dann aber gleich als Version 1.01.
Viele Infos und Unmengen an Bilder über die Geschichte von Windows hat übrigens Dirk Makowski auf winhistory.de gesammelt.
Windows 7 geheim: Tool aktiviert den neuen Desktop
Microsoft hat Ende Oktober an alle Teilnehmer der Entwicklerkonferenz PDC 2008 die erste öffentliche Vorabversion von Windows 7 verteilt. Zunächst waren die Konferenzteilnehmer etwas enttäuscht, da in diesem ‘Build 6801’ noch nicht die mit großem Trara angekündigten neuen Desktop-Funktionen wie ‘Superbar’ enthalten sind. Wenige Tage später stellte sich jedoch heraus, dass Microsoft die neue Windows-Oberfläche einfach nur abgeschaltet hat. Der Grund dafür dürfte sein, dass es noch kleine Fehler gibt.
Rafael Rivera, der Entdecker dieses Abschalt-Mechanismus, hat daraufhin das Werkzeug ‘Blue Badge’ geschrieben, das die neuen Desktopfunktionen freischaltet. In einer noch einmal überarbeiteten Version soll es jetzt alle bekannten, abgeschalteten Funktionen aktivieren. Hier der Download für die 32-Bit-Version von Windows 7.
(Via Winfuture.de)
Windows 7 kommt in 20 Varianten ;-)
Manche Quellen scheinen schon mehr zu wissen als Microsoft selbst – zum Beispiel, in welchen Varianten das nächste Windows erscheinen wird: Von Home Basic, Home Premium, Premium Basic über Windows 7 Voting Machine bis zur Big Business und Secure Edition. Sicher wird das ganze also auch noch. Mit Sicherheit.
(Via Boingboing)
Wettrennen gegen Vista: 7 gewinnt
Auf der Windows Hardware Engineering Conference “WinHEC 2008”, die letzte Woche in Los Angeles stattfand, hat ein Microsoft-Referent den Geschwindigkeitsvergleich gemacht: In einem “Boot-Drag-Race” ließ er die aktuelle Alpha-Testversion von Windows 7 gegen Vista anrennen – und tatsächlich absolvierte der Nachfolger den Systemstart um einige Sekunden schneller. Bedenkt man den einstigen MS-Entwicklerleitspruch “Für die Geschwindigkeitssteigerung ist Intel zuständig”, darf man das schon mal als Fortschritt bezeichnen. Weltbewegend ist der gezeigte Start-Vorsprung zwar nicht, aber es handelt sich ja noch um eine frühe Testversion. Gerüchten zufolge arbeitet Microsoft an einer Technik, die einen Systemstart binnen weniger Sekunden möglich machen soll.

